Tarifinfo Einzelhandel Juni 2017

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Foto/Grafik: ver.di

„Ausgelutschte Kamelle“ abgelehnt!

Das Angebot der Arbeitgeber: 1,5 Prozent ab 1. Juni 2017 und 1,0 Prozent ab 1. April 2018, dazu ab 2018 einmal jährlich 150 Euro oder ab 2019 beispielsweise für die tarifliche Altersvorsorge.

Dieses Angebot wies ver.di wie in den anderen sieben Tarifgebieten auch in Hessen als „ausgelutschte Kamelle“ zurück.

„Was wollen wir? Einen Euro mehr! Ohne uns seid Ihr nichts!“

Dazu brauchen wir noch Dich. Mach mit!

Tarifinfo Einzelhandel März 2017

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Foto/Grafik: ver.di

Tarifrunde 2017

Erste Tarifverhandlung ohne Angebot der Arbeitgeber

  • Von einer festen und gleichen Lohnerhöhung für alle – 1,- Euro je Stunde – wollten die Arbeitgeber überhaupt nichts wissen.
  • Die deutliche Anhebung der Ausbildungsvergütungen gefährdet nach ihrer Auffassung die Ausbildungsplätze insgesamt.
  • Und die Allgemeinverbindlicherklärung der Tarifverträge sehen sie nicht als einen geeigneten Schritt an, den Verdrängungswettbewerb einzudämmen.

Soll die diesjährige Tarifrunde zum Erfolg führen, so muss wohl erst einmal diese Blockadehaltung der Arbeitgeber „aufgebrochen“ werden.

Wer mehr will, muss jetzt sofort dabei mithelfen!

Wir bei EDEKA – Gute Arbeit beim Branchenprimus

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Foto/Grafik: ver.di

Liebe Kollegin, lieber Kollege,

...
warum verdienen die 8.300 Menschen bei der EDEKA Hessenring keinen Tariflohn? Sie verdienen ihn allemal, aber sie bekommen ihn leider nicht überwiesen.
...
Es liegt daher an uns, liebe Kolleginnen und Kollegen, unsere Zukunft gemeinsam in einer starken ver.di zu gestalten.

Bei uns bekommst Du Mitgliedsvorteile, die sich sehen lassen können. GUT und GÜNSTIG!

Tarifinfo Einzelhandel März 2017

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Foto/Grafik: ver.di

Geld ist genug da!

Deshalb hat die Tarifkommission Einzelhandel Hessen, in der Betriebsräte zahlreicher Unternehmen der Branche mitarbeiten, beschlossen, in der diesjährigen Tarifrunde das Folgende zu fordern:

  • Erhöhung der Gehälter und Löhne um einen Euro je Stunde.
  • Anhebung der Vergütung der Auszubildenden auf 1.000 Euro.
  • Die Tarifverträge sollen für allgemeinverbindlich erklärt werden.

Gemeinsam erreichen wir mehr!

Mitgliederbefragung Einzelhandel 2017

Mitgliederbefragung-Handel-2017
Foto/Grafik: ver.di

Du ver.dienst mehr!

Die Tarifverhandlungen 2017 starten!

  • Was willst du ver.dienen?
  • Bist du bereit, zu streiken?
  • Glaubst du, gemeinsam mit ver.di kannst du mehr erreichen?

Der Fragebogen ist zum Download über den obenstehenden Link zu erreichen.

Tarifinfo Einzelhandel Februar 2017

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Foto/Grafik: ver.di

Neue Entgeltstruktur

Planen Arbeitgeber Lohnsenkung?

Unterschriftsreif“ soll er laut Mitteilung in der „Lebensmittel Zeitung“ sein, der neue Entwurf des Arbeitgeberverbandes HDE für eine „Modernisierung“ der Bewertung von Tätigkeiten im Einzelhandel.

  • Die Gehälter sollen in ein Grundentgelt und eine „Belastungspauschale“ geteilt werden.
  • Gehaltsgruppen unterhalb der Bezahlung der Gelernten werden noch einmal in zwei oder drei Stufen geteilt.
  • Berufsausbildungen sollen nur anerkannt werden, wenn sie „tätigkeitsbezogen“ abgeschlossen wurden.
  • Und und und ...

Sind solche Regelungen des Arbeitgeberverbandes HDE „unterschriftsreif“? Nein! Denn dadurch sollen die Personalkosten, also die Gehälter im Einzelhandel empfindlich und dauerhaft gesenkt werden. ...

 

Karstadt - Zurück zum Tarif! Dezember 2016

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Foto/Grafik: ver.di

Tarifinfo Einzelhandel April 2016

Tarifinfo-EH-Hessen-2016-04
Foto/Grafik: ver.di

Verhandlungen über Neue Entgeltstruktur „ausgebremst“

Arbeitgeber schreckt Lohngerechtigkeit ab

Seit August 2014 laufen die Verhandlungen des Handelsarbeitgeberverbandes Hessen und ver.di über eine Neufassung der Bewertung von Tätigkeiten und Stellen im Einzelhandel.
Bisher drängten die Arbeitgeber auf schnelle Verhandlungen. Seit dem 26. Januar 2016 sind die Vertreter des Handelsverbandes bei Tarifverhandlungen wie „ausgewechselt“.
Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend plant ein Gesetz „für mehr Lohngerechtigkeit zwischen Frauen und Männern“.
Offenbar haben die Arbeitgeber des hessischen Einzelhandels größte Befürchtungen, sie müssten ihre (weiblichen) Beschäftigten in Zukunft „gerechter“, also besser bezahlen als bisher.

ver.di bleibt „am Ball“

real,-Märkte in Hessen

Info Real Märkte Hessen 04 2016
Foto/Grafik: ver.di

Keine Alternative zum Verzicht?

Am 1. April diesen Jahres bekräftigten die Vertreterinnen und Vertreter der Betriebsräte aus den hessischen real,-Märkten ihre bereits am 4. Februar beschlossene Resolution:
„Wir fordern eine sofortige Rückkehr von real,- in die Tarifbindung!“

Nur wer kämpft, kann allzu hohe Verluste für alle abwehren!

Tarifinfo Einzelhandel März 2016

Tarifinfo-EH-Hessen-2016-03
Foto/Grafik: ver.di

Ab 1. April 2016 gibt es 2,0 Prozent mehr!

Durch die aktive Tarifrunde 2015 konnten die Lohn- und Gehaltserhöhungen für das Tarifjahr 2016 bereits durchgesetzt werden.
Dieser Erfolg wäre ohne den Einsatz vieler Kolleginnen und Kollegen an den Streiks und Aktionen in der Tarifrunde 2015 nicht möglich gewesen!

Damit wir in der kommenden Tarifrunde noch stärker werden:
Mitglied werden – Rechte sichern!

Verhandlungen TV Demografie Februar 2016

Flugblatt EH-Demografie Verhandlung Februar 2016
Foto/Grafik: ver.di

Mehr gute und gesunde Arbeit im Einzelhandel

Mehr Gesunde Führung – durch Tarifvertrag!

In den Demografie-Tarifverhandlungen im Einzelhandel ging es am 3. März um die Frage, ob gesunde Führung durch verbindliche tarifvertragliche Regelungen gefördert werden kann. Wir sind der Meinung: Gute Führung fällt nicht vom Himmel sondern entsteht durch klare und verbindliche Standards.

Wir haben in den Tarifverhandlungen deutlich gemacht, dass wir mit den Arbeitgebern Mindeststandards zu gesundheitsförderlicher Führung vereinbaren wollen. Erste Vorschläge liegen vor.

Die nächste Tarifverhandlung findet am 14. April statt.

Tarifvertrag Demografie Februar 2016

Flugblatt EH-Demografie Februar 2016
Foto/Grafik: ver.di

Tarifverhandlung im Einzelhandel zu Demografie-Tarifverträgen

Eigentlich ja gerne – vielleicht aber doch nicht

Einerseits sehen die Arbeitgeber, dass sie aufgrund des demografischen Wandels vor neuen Aufgaben und Herausforderungen in den Unternehmen im Einzelhandel stehen und betonen dabei immer wieder die Wichtigkeit des Themas. Andererseits tun sie sich schwer, verbindliche Regelungen wie z. B. Mindeststandards zur Gefährdungsbeurteilung zu tarifieren.

Unsere Ziele für mehr gute und gesunde Arbeit im Handel sind dem angefügten Flublatt zu entnehmen.

Tarifinfo Entgeltstruktur Nr. 1

Flugblatt Tarifverhandlung Entgeltstruktur 2015-11
Foto/Grafik: ver.di

Schlechtere Bezahlung bei gleicher Leistung?

  • Bisher gilt nach ver.di-Tarifvertrag: Jede kaufmännische und technische Berufsausbildung muss von den Unternehmen anerkannt werden.
  • Das wollen die Arbeitgeber durchsetzen: Die Bezahlung als Verkäuferin sollen nur jene erhalten, die eine „einschlägige tätigkeitsbezogene, erfolgreich abgeschlossene Berufsausbildung“ nachweisen können.

  • Bisher gilt nach ver.di-Tarifvertrag: Wer ohne jede Ausbildung und ohne jegliche Erfahrung im Verkauf des Einzelhandels seine Arbeit im Einzelhandel beginnt, der erwirbt sich im Laufe einer dreijährigen Berufserfahrung den Rechtsanspruch auf eine Bezahlung wie ein/e gelernte/r Verkäufer/in.
  • Das wollen die Arbeitgeber durchsetzen: Wer ungelernt ist, soll auf Dauer auch als Ungelernte/r entlohnt werden. Der „Durchstieg“ zur Gehaltsstufe der Gelernten (2.423 Euro) wird abgeschafft.

  • Bisher gilt nach ver.di-Tarifvertrag: Jede tarifvertraglich vereinbarte Gehaltsstufe muss den entsprechend nach Tätigkeit eingruppierten Beschäftigten ohne jeden Abzug bezahlt werden.
  • Das wollen die Arbeitgeber durchsetzen: Das monatliche Tarifentgelt (heute Gehalt oder Lohn) soll künftig geteilt werden in ein „Grundentgelt“ und eine „Beanspruchungspauschale“.

Ver.di hat sich zum Ziel gesetzt, die Pläne der Arbeitgeber zur schlechteren Bezahlung von Tätigkeiten zu verhindern. Das kann und muss gelingen, weil davon die Arbeits- und Lebensbedingungen der Mehrheit der Einzelhandelsbeschäftigten abhängen. Dazu brauchen wir Deine/Ihre Unterstützung.

 

real,- August 2015

verdi real,- Info August 2015
Foto/Grafik: ver.di

Deutlicher Verlust durch Tarifflucht von real,-
Fast 2000 Euro weniger

„real,- wird die monatlichen Entgelte der heutigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht verändern“, so schreibt die Geschäftsführung. Sie verschweigt dabei, dass damit Löhne und Gehälter bei real,- eingefroren werden.

So verliert ein/e Verkäuferin oder ein/e Kassiererin in Vollzeit nach den jetzigen Tarifabschlüssen im Einzelhandel ab sofort monatlich 59 Euro und ab 1. April nächsten Jahres weitere 48 Euro im Monat. Zusammen mit den direkten Auswirkungen auf die Höhe des Urlaubs- und des Weihnachtsgeldes liegt der Verlust bei 1.947 Euro bis zum Auslaufen des Tarifvertrages am 31. März 2017.

  • Gegen die gravierenden Folgen der Tarifflucht von real,-
  • Für die sofortige Rückkehr von real,- in die Tarifbindung

Einzelhandel Abschluss Juli 2015

Flugblatt EH-Abschluss 2015-05
Foto/Grafik: ver.di

Tarifrunde 2015 erfolgreich beendet

Mit diesem Verhandlungsergebnis konnten deutliche Erhöhungen der Realeinkommen erreicht werden.

In der 4. Verhandlungsrunde am 10. Juli 2015 ist es gelungen, einen Tarifabschluss zu erzielen. ver.di und die Arbeitgeber einigten sich auf Folgendes:

  • Ab 1. Juli 2015 werden die Löhne und Gehälter sowie rückwirkend zum 1. April 2015 die Ausbildungsvergütungen um 2,5 % erhöht.
  • Ab 1. April 2016 gibt es eine weitere Erhöhung um 2,0 %.

Die Laufzeit des Tarifvertrages beträgt 24 Monate und endet am 31. März 2017.

Dieser Erfolg wäre ohne den Einsatz vieler Kolleginnen und Kollegen, die sich in den letzten Monaten an zahlreichen Aktionen, Warnstreiks und zentralen Streikkundgebungen für bessere Tarife beteiligten, nicht möglich gewesen!

real,- Juli 2015

verdi real,- Info Juli 2015
Foto/Grafik: ver.di

KEIN ANGRIFF AUF DIE EINKOMMEN – ZURÜCK IN DIE EXISTENZSICHERNDE TARIFBINDUNG!

Gegensätzlicher können Verhandlungspositionen nicht sein! In den Tarifverhandlungen am vergangenen Freitag in Düsseldorf beharrten die Arbeitgebervertreter darauf, mit einem „modernen“ Haustarifvertrag bei real,- tiefgreifende Einschnitte in die bestehenden Tarifverträge des Einzelhandels vorzunehmen.

Doch es gibt auch gute Nachrichten: Die ungekündigten regionalen Tarifverträge des Einzelhandels – der jeweilige Manteltarifvertrag mit seinen Regelungen zur Arbeitszeit oder zum Urlaubsanspruch, die Tarifverträge zur Altersvorsorge oder die Tarifverträge zum Urlaubsgeld sowie zur Sonderzahlung (Weihnachtsgeld) – gelten aufgrund der gesetzlichen Nachbindung unverändert weiter.

Um tarifliche Verbesserungen wieder möglich zu machen, wird entschlossenes Handeln auf Arbeitnehmerseite erforderlich sein: Im Betrieb, in der Öffentlichkeit und – wenn notwendig – auf der Straße.

Verhandlungen TV Demografie Juli 2015

Plakat Demografie-TV Juli 2015
Foto/Grafik: ver.di

Tarifverhandlungen für einen Tarifvertrag zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen im Einzelhandel

Gute Führung – wir haben es verdient!

Gute Führung im Betrieb hat entscheidenden Einfluss auf den Erhalt und die Förderung von Gesundheit, Lebensqualität und Arbeitsfähigkeit der Beschäftigten.

Schlechte Führung kostet Lebensqualität und schädigt die Gesundheit.

Deshalb wollen wir mit den Arbeitgebern, im Rahmen der Tarifverhandlungen zum demografischen Wandel im Einzelhandel, über tarifliche Standards für mehr gute und gesunde Führung verhandeln.

Tarifverträge schützen - Menschen handeln

Kaufland-Streiktag 2. Juli 2015

Gemeinsamer Protest in Neckarsulm

Dankeschön an alle, die dabei waren! Ihr seid super!

Wir kommen wieder!

Einzelhandel Juni 2015

Flugblatt EH-2015-04
Foto/Grafik: ver.di

3. Verhandlungsrunde für mehr Geld

Nichts wirklich Neues! Weiter geht’s!

Die dritte Runde der Tarifverhandlungen am 29. Mai 2015 brachte lediglich eine Wiederholung des „Angebots“ der Arbeitgeber vom 13. Mai. Allerdings wurde etwas Besseres in Aussicht gestellt, ohne jedoch zu sagen, wie groß dieses Mehr sein solle.

Die einzelnen Warnstreiks in zahlreichen Betrieben waren beachtlich und die Aktionstage in Frankfurt, Darmstadt und Wiesbaden bemerkenswert. Aber offensichtlich konnten sie die Arbeitgeber von der Notwendigkeit eines akzeptablen Angebots noch nicht überzeugen.

Nur Bares ist Wahres. Dazu brauchen wir Dich und Deine Kraft!

real,- Juni 2015

Info Real Juni 2015
Foto/Grafik: ver.di

NEIN ZUM ANGRIFF AUF DIE EINKOMMEN BEI REAL,-

Scharfe ver.di-Kritik an blitzartiger Tarifflucht

Die am 17. Juni angekündigte, blitzartige Tarifflucht der SB-Warenhaussparte real,- durch eine Mitgliedschaft ohne Tarifbindung (OT) im Arbeitgeberverband läuft auf eine spürbare Senkung der Personalkosten hinaus.

Wir fordern die Metro Group auf, den Austritt aus der Tarifbindung rückgängig zu machen, in den Flächentarifvertrag zurückzukehren und wieder aus der unsozialen Sackgasse herauszukommen.

Bleibt es bei der Tarifflucht, so beschädigt das die Tarifbindung in der ganzen Branche enorm; ausgeweitet werden dadurch Lohndumping und Altersarmut.

ver.di fordert die Rückkehr in die Flächentarifverträge!

Zweite Verhandlungsrunde für den Einzel- und Versandhandel Hessen

Erste Streiks reichten wohl noch nicht Arbeitgeber unterbreiteten unterirdisches Angebot

Warnstreik EH Hessen 05 2015 05
Foto/Grafik: ver.di

Das schlechte Angebot der Arbeitgeber war uns Grund genug für eine prompte Antwort. Am 15. und 16.5. streikten etliche Betriebe in Hessen, aber auch in Frankfurt. Gemeinsam mit Kolleg/innen von zara streikten die Kolleg/innen von H&M, von Ikea und von Karstadt.

Dabei wurden wir tatkräftig von Streikenden des Sozial- und Erziehungsdienstes unterstützt. Nicht nur ein großartiges Bild, sondern auch eine super Zusammenarbeit für die Aufwertung von sogenannten frauendominierten Berufszweigen. Wir freuen uns auf das nächste Mal mit euch auf der Straße!

Die Kolleg/innen von Karstadt hatten an dem 15.5. noch ein besonderes Anliegen, schließlich tagte die Tarifverhandlungsrunde über die Zukunft von Karstadt in Frankfurt im Hotel Flemmings und wurde von der großen Truppe der Streikenden kurzerhand besucht. Die Forderungen waren klar: Standort- und Beschäftigungssicherung und die Rückkehr von Karstadt in die Tarifbindung.

„Wer vor zwei Jahren aus der Tarifbindung flüchtete, in den letzten Monaten mehr als 3000 Arbeitsplätze bei Karstadt abgebaut sowie im letzten Jahr sechs Filialen geschlossen hat und 2015 weitere fünf Standorte mit 540 Beschäftigten aufgeben will, der muss sich fragen lassen, ob für die Zukunft des Unternehmens und seiner Belegschaft tatsächlich ein betriebswirtschaftlich plausibles und sozialpolitisch akzeptables Konzept besteht“, erklärt Bernhard Schiederig, Landesfachbereichsleiter Handel der ver.di Hessen und Mitglied der Verhandlungskommission seiner Gewerkschaft bei den Tarifverhandlungen für die Karstadt Warenhaus GmbH heute in Frankfurt: „Diese rasante Vernichtung von Arbeitsplätzen und damit der beruflichen Perspektive von Tausenden Beschäftigten sowie der Sanierung des Unternehmens auf deren Kosten muss endlich aufhören. Karstadt benötigt frisches Geld vom Investor René Benko und als ‚Allheilmittel‘ keine ausschließliche Finanzierung aus dem laufenden Geschäft, die spätestens seit Nicolas Berggruens Zeiten und unter Andrew Jennings‘ Leitung als gescheitert angesehen werden kann.“

Der Auftritt der Streikenden vor dem Verhandlungshotel hat auf jeden Fall viel Mut und Energie verkörpert. Solidarität zahlt sich eben aus.

Wir sehen uns zum nächsten Streik auf der Straße für Mehr Geld, Mehr Respekt und Mehr Tarifvertrag für alle!

Warnstreik EH Hessen 05 2015 04
Foto/Grafik: ver.di

Einzelhandel März 2015

Flugblatt EH-2015-03
Foto/Grafik: ver.di

2. Verhandlungsrunde in Hessen

2. Verhandlungsrunde für mehr Geld am 13. Mai 2015

Die hessischen Arbeitgeber legten lediglich ihr aus anderen Bundesländern bekanntes Angebot auf den Tisch:

  • 1,5 Prozent mehr ab Mai diesen Jahres, also mit einem Monat ohne Erhöhung, das heißt tatsächlich bloß 1,3 Prozent
  • 215 Euro einmalig fürs nächste Jahr, ohne dass die Gehalts- und Lohngruppen angehoben werden
  • Und sie sind nicht bereit für eine gemeinsame Initiative, die hessischen Tarifverträge für den Einzelhandel für allgemeinverbindlich erklären zu lassen

Ver.di in Hessen hat wie in allen anderen Tarifgebieten dieses „Angebot“ als völlig unannehmbar, ja nicht einmal als ernsthaft verhandelbar zurückweisen.

Ohne Streiks wird sich nichts bewegen!

 

Erste Streiks im hessischen Einzelhandel

Gehalts- und Lohnrunde für etwa 230.000 Beschäftigte eröffnet

Warnstreik EH Hessen 05 2015 03
Foto/Grafik: ver.di

„Wir steigen gleich richtig ein und rufen die Beschäftigten hessischer Einzelhandelsbetriebe zum Warnstreik auf“, erklärt Bernhard Schiederig, Landesfachbereichsleiter Handel der ver.di Hessen und Verhandlungsführer seiner Gewerkschaft in der laufenden Tarifrunde: „Die Arbeitgeber haben uns am 23. März gezielt abblitzen lassen. Ohne das geringste Angebot wurde wichtige und teure Zeit vertan. Offenbar brauchen sie erst einen Nachdenkzettel, ehe sie bereit sind, mit uns ernsthaft zu verhandeln.“

Hintergrund der Warnstreiks am Mittwoch, den 6.Mai sind die bisher quasi nicht in Gang gekommenen Tarifverhandlungen über die Erhöhung von Gehältern, Löhnen und Ausbildungsvergütungen für die etwa 230.000 Beschäftigten des hessischen Einzelhandels. ver.di fordert 5,5 Prozent mehr, mindestens 140 Euro, sowie ebenfalls 5,5 Prozent für die Auszubildenden. Darüber hinaus sollen die Branchentarifverträge von der Hessischen Landesregierung wieder allgemeinverbindlich erklärt werden, wie es bis 1999 üblich war. Dadurch könnten einerseits Dumpinglöhne vermieden und der Verdrängungswettbewerb im Einzelhandel gebremst werden. Hierzu bedarf es der gemeinsamen Initiative des Handelsverbandes Hessen und der ver.di – dies wird bislang von den Arbeitgebern rundweg abgelehnt.

Schließlich haben sich die Beschäftigten von Karstadt und dem Rewe-Center in Darmstadt zum Ziel gesetzt, die Unternehmen wieder zur Anerkennung der Tarifverträge zu bewegen. Während Karstadt vor zwei Jahren bundesweit im Arbeitgeberverband eine Mitgliedschaft „ohne Tarifbindung“ einging, wurde das Rewe-Center im Zuge der Übernahme von Toom durch Rewe in eine nicht den Tarifverträgen des Einzelhandels unterliegende Gesellschaft überführt.

Insgesamt sind knapp 1000 Kolleginnen und Kollegen dem Streikaufruf gefolgt und waren auf der Straße und haben damit eine sehr starkes Zeichen für den Auftakt der diesjährigen Tarifrunde in Hessen gesetzt.

Wir sagen: weiter so!

Warnstreik EH Hessen 05 2015 02
Foto/Grafik: ver.di
Warnstreik EH Hessen 05 2015
Foto/Grafik: ver.di

Einzelhandel März 2015

Flugblatt EH-2015-02
Foto/Grafik: ver.di

Tarifverhandlung „für die Katz“?

Arbeitgeber: Kein Angebot, kein neuer Verhandlungstermin!

Tarifverhandlungen sind normalerweise eine Gelegenheit, sich über Forderungen von ver.di und Angebote der Arbeitgeber auszutauschen: Wer will was und was nicht? In der ersten Verhandlungsrunde am 23. März 2015 war davon nur einseitig etwas zu spüren. ver.di begründete ihre Forderung von 5,5 Prozent, mindestens 140 Euro, sowie 5,5 Prozent für die Auszubildenden – das war’s! Von Arbeitgeberseite war daraufhin nichts Greifbares zu hören außer: Von uns gibt’s heute kein Angebot! Wir können auch keinen neuen Verhandlungstermin vereinbaren.

Bereitet Euch vor! Stärkt Euch durch eine starke ver.di im Betrieb.

Wir wollen mehr!

Flugblatt EH-2015-01
Foto/Grafik: ver.di

Tarifrunde Einzelhandel Hessen 2015

Wir haben es ver.dient!

Wir wollen mehr:

  • 5,5 %, mindestens 140 € bei Gehältern & Löhnen!
  • 5,5 % bei Ausbildungsvergütungen

1. Verhandlungsrunde am 23. März 2015

Jetzt schon an die nächsten Wochen denken:

Stärkere ver.di = mehr Bewegung = bessere Tarife!

Auftakt Tarifrunde Einzelhandel

Mitgliederbefragung Einzelhandel 2015
Foto/Grafik: ver.di

Hand aufs Herz - was sollen wir fordern?

Zum Auftakt der Tarifrunde Einzelhandel 2015 möchten wir von unseren Mitgliedern gerne wissen, welche Lohn- und Gehaltsforderungen sie für angemessen halten. Vielleicht möchtest du dich auch beteiligen. Danke!

ver.di Kampagnen